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Auto-Leasing – Darauf musst du achten!

Auto-Leasing – Darauf musst du achten!

Leasing ist für viele die Möglichkeit ein aktuelles, repräsentatives Auto zu fahren, ohne gleich alle Kosten vorzustrecken. Genau wie bei der Autofinanzierung zahlt man für das Auto-Leasing eine monatliche Rate. Im Gegensatz zur Finanzierung kauft man das Fahrzeug aber nicht, sondern man mietet es nur unter bestimmten Konditionen. Anschließend gibt es zwar die Möglichkeit das Fahrzeug zu kaufen, aber das ist nicht notwendig.

Doch beim Auto-Leasing gibt es viele Fallstricke. Auch wenn die Leasingrate attraktiv aussieht, heißt das nicht gleich, dass man ein gutes Angebot erwischt.

Wir von micardo haben vor Kurzem neue Funktion zur Filterung von Auto-Leasingangeboten eingespielt und auch ich habe vor einigen Wochen einen Leasingvertrag für einen Seat Leon unterschrieben, weil ich ein repräsentatives und wartungsarmes Fahrzeug haben wollte.

Aus aktuellem Anlass schreibe ich daher diesen Artikel, indem es darum gehen soll, was es beim Auto-Leasing zu beachten gibt. Zur Hilfe habe ich mir den Leasing-Experten Walter Rimpl dazu geholt, der mit seiner Firma Checkleasing.at jährlich über 1000 Leasingnehmer berät, Vergleiche durchführt und Leasingverträge vermittelt. Er weiß genau, worauf es beim Leasing ankommt, worauf man achten muss und wie man sparen kann.

Walter Rimpl – Checkleasing.at

Warum Leasing?

Fahrzeuge und besonders Autos sind Gebrauchsgegenstände. Bei guter Behandlung hält jeder Gegenstand länger, aber ein Auto nutzt sich mit der Zeit ab. Ich denke da, sind sich alle einig. Wenn man ein vernünftiges Auto haben möchte, dann steht dem eigentlich Nichts im Wege. Es muss nur die Finanzierung geklärt werden. Hier hat man folgende Möglichkeiten:

  1. Fahrzeug mit Eigenkapital zahlen
  2. Fahrzeug mit Kredit finanzieren
  3. Auto leasen

Das gilt sowohl für Neuwagen als auch für Gebrauchtwagen. Die meisten von uns haben keine 20.000 – 50.000 € für vernünftiges Fahrzeug zur Hand und einen Gebrauchtwagen kaufen nur um sich mit Wartung und Reparatur herumzuärgern ist auch nicht ideal.

Dazu kommt noch das es für Gewerbetreibende Vorteile hat, wenn man ein Auto kauft. Egal ob Leasing oder Finanzierung, das Fahrzeug produziert Kosten, die man steuerlich geltend machen kann.

Für mich als Selbstständiger war klar – ich möchte ein repräsentatives Fahrzeug, das mir wenig Probleme bereitet. Zusätzlich dazu einen Rundum-Service, falls doch was am Fahrzeug zu reparieren ist. Die Leasingrate kann ich von der Steuer absetzen und so meinen Gewinn schmälern. Ein Kauf mit eigenem Kapital reißt ein großes Loch in die Unternehmensbilanz und die Abschreibung ist etwas komplizierter.

Ich und mein Seat.

Ich finde Leasing ideal für finanzbewusste Menschen, die wissen, dass man nicht immer alles sofort besitzen muss, um es zu benutzen.

Das erste Angebot ist nicht immer das Beste

Eines sollte jeder wissen: Der erste Preis ist nicht der Beste. Walter erzählte mir, dass Kunden immer wieder zum erstbesten Angebot greifen, einfach weil die Konditionen passen. Günstig ist nicht immer gleich gut. Ich hatte mir schon vorab ein Fahrzeug ausgesucht und dafür verschiedene Angebote rausgesucht. Letztendlich habe ich mich für ein Angebot von einem Händler in meiner Nähe entschieden.

„Man sollte immer mehrere Angebote einholen und vergleichen. Das erste Angebot ist nicht immer das Beste!“ – Walter Rimpl, Checkleasing

Ein Leasingangebot wird meist beim Händler eingeholt. Entweder direkt vor Ort beim Autohaus, wo der Service natürlich im Durchschnitt sehr gut ist, oder natürlich auch im Internet bei Websites wie micardo.com. Auf unserer Plattform gibt es ab sofort die Möglichkeit ein Leasingangebot zu einzuholen.

Allerdings sei gesagt, dass das Autohaus natürlich auch Geld verdienen möchte und so möglicherweise das Vertrauen des Kunden zu seinen Gunsten nutzt. Lass dich nicht nur von der niedrigen Leasingrate blenden, wichtig sind auch die anderen Aspekte des Vertrags.

Vor der Unterschrift sollte man einen Blick auf Abschlussrate bzw. auf den erwarteten Restwert sowie zusätzliche monatliche oder jährliche Kosten, wie z. B. ein Servicepaket legen. Addiert man alle Kosten zusammen und teilt sie durch die Vertragslaufzeit, ermittelt man schnell die tatsächlichen monatlichen Kosten und man kann für sich selbst prüfen, ob das Angebot ins Budget passt.

Kann ich mir das Fahrzeug leisten?

Wenn man entsprechende Angebote vorliegen hat, dann sollte man auf jeden Fall ein paar Tage darüber nachdenken, ob der Leasingvertrag ins Budget passt und ob man wirklich über die gesamte Laufzeit die Rate aufbringen kann.

„Beim Leasing hat man genau so wie bei anderen Verträgen eine Zahlungsverpflichtung. Raten sind nicht aussetzbar. Zahlt man nicht, geht es in die Mahnrunde. Im schlimmsten Fall muss das Fahrzeug zurückgegeben werden.“ – Walter Rimpl, Checkleasing

Falls der Vertrag abgebrochen wird, muss das Fahrzeug zurück zum Händler und wird weiter vermarktet. Die noch offenen Raten plus der Restwert des Leasingvertrages werden dann mit dem Verkaufserlös des Fahrzeugs verrechnet und man bekommt entsprechend eine Gutschrift, die dann hoffentlich die noch offenen Positionen tilgt. Falls nicht, muss man nachzahlen.

Restwert genau betrachten

Nach Ende der Vertragslaufzeit, im Normalfall 24 – 60 Monate, ist der Restwert fällig oder das Fahrzeug wird zurückgegeben. Geht das Fahrzeug in den eigenen Besitz über, wird der vorher vertraglich festgelegte Restwert fällig. Bei der Rückgabe wird das Fahrzeug geprüft und der Verkehrswert wird ermittelt. Entspricht der Verkehrswert des Fahrzeugs nicht dem kalkulierten Restwert im ursprünglichen Leasingvertrag, muss der Kunde nachzahlen.

Walter erzählte mir, dass viele Händler den Restwert des Fahrzeugs zu hoch ansetzen. Gerade bei Elektroautos sei Vorsicht geboten, denn es gibt noch nicht genug Erfahrungswerte zur Vermarktung von Fahrzeugen aus 2. oder 3. Hand.

Als Kunde haftet man für einen Mindererlös. Der Restwert sollte also realistisch und bezahlbar sein. Also Listenpreis checken, Preise für Gebrauchtwagen vergleichen und stets sorgsam mit dem Fahrzeug umgehen.

Service & Werkstattbindung

Viele Leasingnehmer bedenken nicht die Kosten die neben der Leasingrate anfallen. Versicherungen, Steuer und Wartung sind wiederkehrende Kosten, die in die innerliche Kalkulation mit einfließen sollten.

Speziell in Sachen Wartung verfassen einige Händler Klauseln die dazu führen, dass das Leasingfahrzeug nur in der hauseigenen Werkstatt repariert bzw. gewartet werden darf. Eine Vertragswerkstatt ist meist teurer als eine freie Werkstatt. Bedenke auch das in deiner Kalkulation.

Mir war es besonders wichtig, einen Vertrag abzuschließen, der mir Zeit spart. Daher habe ich mich für ein etwas teureres All-In-One-Paket entschieden, indem auch Wartungs- und Reparaturkosten bei einer Vertragswerkstatt enthalten sind. Wenn ich ein Problem mit dem Fahrzeug habe, bringe ich es zur Vertragswerkstatt, erhalte einen Leihwagen und mein Tagesgeschäft kann weitergehen. Wenn dir der Service das Geld wert ist, dann ist eine Werkstattbindung kein Problem.

Was passiert bei Schäden?

Es ist schön, wenn nichts passiert, aber es ist noch schöner, wenn was passiert und man abgesichert ist. Vollkaskoversicherung gehört zum Pflichtprogramm. Doch man sollte auch die Muse besitzen und selbst kleine Schäden bei der Versicherung anzeigen. Ansonsten bleibt man auf den Kosten sitzen und das ist ärgerlich.

Selbst bei der Rückgabe des Fahrzeugs kann die Versicherung noch weiterhelfen. Falls ein Schaden den Restwert des Fahrzeugs mindert, kann man versuchen, den Fall über die Versicherung zu regeln.

In allen Fällen sei aber gesagt – man haftet selbst für etwaige Schäden. Also besser Vorsicht im täglichen Betrieb und sollte es doch zum Schaden kommen, nicht das Engagement verlieren!

Ein wichtiger Faktor: Laufleistung

Wie viel fährst du im Jahr? Gute Frage oder? Ein wichtiger Bestandteil einer Leasingofferte ist angegebene Laufleistung in Kilometer. Das fängt so bei 10.000 km pro Jahr an und geht bis weit nach oben. Allerdings nur, wenn du planst, das Fahrzeug zurückzugeben. Willst du das Fahrzeug nach der Laufzeit sowieso übernehmen, dann ist die Laufleistung völlig uninteressant.

Ich möchte mein Fahrzeug bei Ende der Vertragslaufzeit zurückgeben und habe daher in meinem Leasingvertrag eine jährliche Laufleistung von 15.000 km mit einer Toleranz von 2.500 km ausgehandelt. Wie komme ich auf diesen Wert? Ich habe für mich die Laufleistung anhand meiner bisherigen Fahrzeuge errechnet. Außerdem habe ich mir die Laufleistung pro Tag runter gerechnet und sollte so also mit 15.000 km pro Jahr gut zurechtkommen. Das sind ca. 40 km am Tag. Da ich das Fahrzeug aber nicht täglich nutze, sollte das ausreichend sein.

Wenn man das Fahrzeug zurückgibt, muss man je nach Vertragsmodel für Mehrkilometer draufzahlen. Die Preise liegen hier zwischen 0,03 und 0,20 € pro Kilometer. Einige Verträge vergüten auch übrig gebliebene Kilometer mit 0,01 bis 0,10 € pro Kilometer. Beim klassischen Finanzierungsleasing kommt ein Nachverrechnen von KM eher nicht vor. Der Kunde muss den Restwert bezahlen, dann ist alles gut. Dabei kann der Kunde auch XY Kilometer gefahren sein. Die Schuld ist mit dem Bezahlen des Restwertes getilgt und der Vertrag ist beendet.

Niemals sofort unterschreiben!

Auch wenn die Leasingrate mit 50 – 500 € monatlich attraktiv aussieht, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man ein Fahrzeug kauft das 15.000 – 50.000 € kostet. Selbst ein Rabatt von 20 € ergibt über eine Laufzeit von 48 Monaten insgesamt 960 € Rabatt. Davon kann man schön in den Urlaub fahren oder sich neue Reifen und Felgen leisten. Walter und ich können es nicht oft genug betonen. Vergleichen! Vergleichen! Vergleichen! Schau dir unsere micardo Suche an, denn wir haben Angebote von allen gängigen europäischen Autoportalen und zeigen diese gesammelt auf unserer Plattform an.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

Ein kleiner Rückblick auf das Gelernte.

1) Ist Leasing das Richtige für mich?
Frage dich selbst, ob du die Investition tätigen willst und ob Leasing als Finanzierungsmodell für dich passt.

2) Vergleichen. Vergleichen. Vergleichen.
Wähle deine Wunschfahrzeuge aus und hole min. 3 Angebote ein und frage auch Freunde und Bekannte. Ziehe einen Experten wie micardo oder Walter von Checkleasing hinzu.

3) Nicht nur auf die Leasingrate schauen
Die Leasingrate ist im Grunde nur ein runter gebrochener Preis. Addiere alle Kosten und teile das Ergebnis durch die Vertragslaufzeit. So erhältst du eine Vorstellung davon, was dich das Fahrzeug tatsächlich kostet.

4) Steuervergünstigungen prüfen
Bespreche mit deinem Steuerberater ob und wie du die Leasingrate und alle Extrakosten absetzen kannst.

5) Vertrag genau anschauen
Eine professionelle Meinung ist immer gut. Walter von Checkleasing steht immer gern mit seinem Wissen zur Seite. Er erkennt sofort ein gutes Angebot und bring sehr viel Know-how in jedes Gespräch.
Hole dir auf jeden Fall Rat von jemandem der Ahnung hat und unterschreibe nichts, was du nicht verstehst.

6) Restwert-Check
Der geschätzte Restwert ist ein häufiger Streitpunkt. Vergleiche Preise für ähnliche Fahrzeuge und beobachte den Markt. Speziell bei Elektrofahrzeugen ist noch unklar, ob geschätzte Restwerte realistisch oder unerreichbar sind.

7) Laufleistung prüfen
Mache dir Gedanken darüber ob du das Auto nach der Laufzeit kaufen möchtest. Ansonsten kalkuliere deine jährliche Kilometerleistung. Mehrkilometer kosten extra, zu wenig gefahrene Kilometer werden nicht immer vergütet.

8) Versicherungsvergleich
Auch hier ist das erste Angebot nicht immer das beste. Vergleiche Angebot für eine Vollkaskoversicherung und bedenke die Versicherungsprämie in deiner Kalkulation.

9) Eine Nacht drüber schlafen
Bei großen Entscheidungen lohnt es sich, ein paar Stunden oder Tage Abstand zu nehmen. Beim Autohaus ist man beeindruckt vom Fahrzeug und kauft mit einer „will haben“ Einstellung. Finanzielle Entscheidungen trifft man besten unabhängig von Gefühlen.

10) micardo Vergleichsportal nutzen
Auf micardo.com hast du die Möglichkeit, alle gängigen Portale auf einmal zu durchsuchen. Unser Rundum-Sorglos-Paket bietet dir optimalen Service ohne versteckte Kosten. Wir beraten unabhängig und ehrlich. Schau mal rein, vielleicht findest du heute noch deinen Traumwagen!

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Die 10 größten Fehler beim Auto Import

Die 10 größten Fehler beim Auto Import

Gebrauchte Fahrzeuge kaufen. Die wohl schwierigste Kaufentscheidung, die man fällen kann. Beim Privatkauf in Österreich kann schon so viel schiefgehen, wie sieht es dann erst beim Import aus dem Ausland aus?

Motor, Getriebe, Karosserie, Lack, Bremsen, Räder, Reifen, Innenausstattung, Türen, Elektrik und Leitungen gilt es zu überprüfen. Bestenfalls kennt man sich richtig aus und kann alle technischen Funktionen selbst prüfen, erkennt Mängel auf den ersten Blick und kann gut verhandeln. Doch in der Realität sieht das anders aus. Ein Auto kauft man nicht alle Tage, dementsprechend fehlt die Erfahrung.

Ein Auto in Österreich zu kaufen ist eine Sache. Doch wie sieht es aus, wenn der Traumwagen im Ausland steht und man dort sogar noch reichlich Geld sparen kann? EU macht es möglich. Dank einheitlicher Regeln und Gesetze bieten die meisten Fahrzeughersteller die exakt gleichen Modelle zu verschiedenen Preisen in verschiedenen Ländern an. Nichtmal das Handbuch ist anders, denn es wird ja gleich in Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch mitgeliefert.

Damit du beim Auto-Import nicht auf die miesen Tricks, Mogelpackungen und Falschaussagen hereinfällst, haben wir für dich die 10 größten Fehler beim Auto Import zusammengestellt. Falls du noch nicht unseren Artikel zum Thema Auto Import Österreich gelesen hast, solltest du das auch tun. Er liefert das Grundwissen für jeden Autokauf außerhalb von Österreich.

1. Fehler: Fahrzeug „blind“ kaufen

Das Schlimmste, was man machen kann, ist sich im Internet ein Fahrzeug auszusuchen und es direkt zu kaufen.

Gerade im Automarkt ist eine Menge Geld zu verdienen und daher sind Händler und Privatverkäufer immer öfter dazu geneigt Fahrzeuge im Internet besser zu präsentieren, als sie eigentlich sind.

Wir empfehlen das Fahrzeug unbedingt vor Ort anzuschauen oder es von einem Experten überprüfen zu lassen und auf die wichtigsten Mängel zu achten. Darunter zum Beispiel:

  • Beschädigungen im Lack
  • Beulen und Kratzer
  • Ölverlust
  • Feuchtigkeit
  • ungewohnte Geräuschentwicklung
  • Beschädigungen an Rädern und Reifen
  • Beschädigungen an Fenstern

Ein vorheriges Gutachten oder ein Freund vom Fach kann hier vor bösen Überraschungen schützen und die Geldbörse schonen.

Diese Roststelle unter der Tür hätte ich auf einem Foto im Internet nie gesehen.

Unschöner Kratzer. Dieser hat Potenzial zur Roststelle zu werden.

Ein Blick in den Motorraum darf nicht fehlen. Dieser hier sieht sehr gepflegt aus.

Diesen Steinschlag hab ich erst für eine tote Fliege gehalten.

2. Fehler: Preise nicht vergleichen

Der Preis eines Fahrzeugs setzt sich immer aus dem Kaufpreis, dem Zustand und dem aktuellen Angebot zusammen. Manche Fahrzeuge verlieren stark an Wert, andere, speziell rare Oldtimer, gewinnen an Wert.

Bevor man einen Preis einfach hinnimmt, sollte man im Internet nach anderen Angeboten Ausschau halten und die Preise vergleichen. Dabei muss man stehts den Zustand und die Sonderausstattungen im Blick haben. Auch die Motorisierung ist ein wesentlicher Faktor für die Preisbestimmung, denn Fahrzeughersteller bieten ein Fahrzeugmodell meist mit verschiedenen Motoren an und bieten dazu dann noch Sonderausstattungen, die für alle Motor-Varianten buchbar sind.

Wir posten immer mal wieder Top-Deals auf unserer Facebook Seite, die einen guten Maßstab für eigene Vergleiche bieten. Folge uns auf Facebook, um keinen Top-Deal zu verpassen!

3. Fehler: Papiere nicht überprüfen

Die Fahrzeugpapiere sind sehr wichtig und sollten vollständig sein. Fehlende oder falsche Papiere müssen neu ausgestellt werden und das kostet. Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief, COC Papier, Kaufvertrag, saldierte Rechnung und ein technischer Untersuchungsbefund sind die Wichtigsten.

Doch Vorsicht bei Fahrzeugen aus dem Ausland. Hier sollte man auch die Sprache des Handbuchs prüfen. Viele Fahrzeughersteller liefern ein multilinguales Handbuch, aber keine Regel ohne Ausnahme. Dazu kommen die technischen Details wie z. B. der Bordcomputer. Lässt sich die Sprache hier leicht einstellen oder ist das Aufspielen einer neuen Software, noch schlimmer ein neuer Bordcomputer, fällig?

Weitere Fahrzeugpapiere, die möglicherweise mit dem Fahrzeug geliefert werden sollten:

  • Schlüssel und Schlüssel-Codekarten für das Fahrzeug
  • allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für Zubehör und Anbauteile
  • Verkaufsvollmacht, falls Verkäufer und Fahrzeughalter nicht identisch sind
  • Bilder und Gutachten bei Unfallschäden

Vorsicht auch bei Verkäufen „im Auftrag“. Hier verkauft ein Händler ein Fahrzeug im Auftrag eines Privatmannes. Im Prinzip wird das Fahrzeug als privat verkauft – und wenn nicht anders vereinbart hat man keine Gewährleistung.

4. Fehler: Keine Probefahrt machen

Hier ist ein guter Tipp: Bevor du dir ein Auto kaufst oder zur Besichtigung gehst, schau dir, falls möglich, das Fahrzeug als Neuwagen bei einem Autohaus vor Ort an. Vereinbare eine Probefahrt und lerne das Fahrzeug kennen. So bekommst du ein Gefühl für das Fahrzeug und kannst besser einschätzen, ob bei deinem Gebrauchtwagen möglicherweise Mängel vorhanden sind.

Das Neufahrzeug, das du beim Händler Probe fährst, weist höchstwahrscheinlich keine Mängel auf und ist daher ideal, um herauszufinden, ob du das Fahrzeug magst und wie es funktioniert.

Wenn du dann vor Ort dein Wunschfahrzeug anschaust, mach unbedingt eine Probefahrt, denn manche Mängel treten erst im warmen bzw. kalten Zustand oder während der Fahrt auf.

5. Fehler: Typische Schwächen des Fahrzeugs nicht kennen

Jedes Fahrzeug hat typische Fehler und Schwächen. Informiere dich vor dem Kauf im Internet darüber, was an deinem Wunschfahrzeug häufig kaputt geht oder womit andere Besitzer Probleme hatten. Jede Motorisierung hat andere Anbauteile und somit ihre eigenen Probleme!

Ein gutes Beispiel ist die Lackablösung der Ducato / Jumper / Boxer-Transporter von 2002. Alle Fahrzeuge werden im selben Werk in Italien hergestellt und dann unter verschiedenen Namen verkauft. Die Fahrzeuge sind also baugleich. Speziell bei blauer Lackierung blätterte der Lack nach ca. 4 Jahren ab. Ein finanzielles Loch, das man keinem Fahrzeugbesitzer wünscht.

Der „Bayrische Rundfunk“ hat darüber einen Beitrag gedreht:

Auf Facebook in speziellen Gruppen zum Fahrzeug oder in speziellen Internetforen gibt es genug Besitzer, die man fragen kann, bevor man einen Kaufvertrag unterschreibt.

6. Fehler: Serviceheft/Wartungen nicht überprüfen

Der Zustand eines Fahrzeugs wird stark durch die regelmäßige Wartung beeinflusst. Öl, Filter, Leitungen, Verschleißteile wie die Bremsbeläge, Bremsscheiben oder der Zahnriemen sollten regelmäßig überprüft und gewechselt werden.

Die durchgeführten Wartungen findet man üblicherweise im Serviceheft des Fahrzeugs. Eine Rechnung der Werkstatt, die die Arbeit durchgeführt hat, sollte als Nachweis dienen.

Worauf man besonders achten sollte:

Zahnriemen:
Viele Fahrzeuge nutzen anstatt einer wartungsfreien Steuerkette einen Zahnriemen der ca. alle 5 Jahre oder alle 100.000 km gewechselt werden muss. Wenn der Zahnriemen reißt, ist meist ein kapitaler Motorschaden die Folge.

Regelmäßiger Ölwechsel:
Ältere Fahrzeuge benötigen häufigere Ölwechsel als Neue. Den genauen Intervall sowie welche Art von Öl zu verwenden ist, legt der Hersteller fest. Je nach Modell ist also der Ölwechsel mind. 1x im Jahr oder alle 15.000 durchzuführen; bei Longlife alle 2 Jahre oder 30.000 km (was zuerst eintritt).

Filter:
Luftfilter, Kraftstofffilter und natürlich der Ölfilter sollten regelmäßig gewechselt werden. Auch hier legt der Hersteller das Intervall fest.

Vorbildlich: Der Verkäufer hatte hier den Servicebericht direkt zur Hand.

7. Fehler: Extras/Ausstattung nicht gesondert überprüfen

Die Sonderausstattungen und die Motorisierung sind das, was die verschiedenen Fahrzeuge einer Fahrzeugreihe besonders machen. Doch oft sind extra Ausstattungen im Kaufvertrag nicht aufgeführt bzw. werden online falsch deklariert.

Automarktplätze wie Mobile.de arbeiten teilweise mit automatisierten Einstellungsverfahren, die nicht immer korrekt sind. Hier im Bild wird ein Open Mokka mit Automatik-Getriebe angeboten. Wie auf dem Bild zu sehen ist, handelt es sich hier aber um einen Handschalter.

Man sollte immer die genaue Ausstattung des Fahrzeugs prüfen, bestenfalls noch telefonisch, bevor man einen Besichtigungstermin ausmacht.

Audi A3 – Sonderausstattung S-line

8. Fehler: Fahrzeuginhaber und Fahrgestellnummer nicht prüfen

Autodiebstahl ist ein großes Geschäft. Wenn ein Angebot zu gut aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das meist auch. Man kann ganz leicht prüfen, ob das Fahrzeug gestohlen wurde, indem man bei der örtlichen Polizei die Fahrgestellnummer durchgibt. Die Beamten gleichen diese dann mit ihrer Datenbank ab und können so recht schnell via Telefon Auskunft geben.

Die Fahrgestellnummer besteht aus 17 Zeichen und endet immer mit 6 Zahlen. Man findet sie in den Fahrzeugpapieren sowie je nach Hersteller auf dem Armaturenbrett, im Motorraum, unter der Motorhaube oder im Türrahmen. Man sollte natürlich die Nummer auf den Papieren mit der Nummer am Fahrzeug selbst abgleichen.

Wer dazu noch einen Blick in die Fahrzeugpapiere wirft und sich die Identität des Verkäufer bestätigen lässt, ist auf der sicheren Seite.

9. Fehler: Sich auf die Aussagen des Verkäufers verlassen

Nur wer eine Information schwarz auf weiß und unterschrieben hat, der ist auf der sicheren Seite. Bei allen anderen Dingen muss man sich selbst überzeugen. Viele machen den Fehler und verlassen sich auf die Aussagen des Verkäufers. Egal ob privat oder gewerblich – gepfuscht wird überall.

Mit einem Lackprüfgerät (auf eBay für unter 100 € zu haben) kann selbst der Laie die Lackdichte überprüfen und eine Mogelpackung erkennen. Experten sagen, alles deutlich über 110-120 µm (Mikrometer) ist nachlackiert. In diesem Beispiel hat uns der Händler ein unfallfreies Fahrzeug zugesichert. Unsere Überprüfung zeigt eine Lackdichte von über 1 mm. Das ist natürlich absoluter Pfusch!

Hier wurde auf jeden Fall nachlackiert – wahrscheinlich wegen einem Unfall.

Ansonsten hilft hier nur Erfahrung. Am besten man geht mit einem KFZ-Profi zur Besichtigung und Probefahrt. Noch besser ist ein Gutachten einer KFZ-Prüfstelle.

10. Fehler: Zoll & Steuer vergessen

Beim Auto Import nach Österreich ist nicht nur der Fahrzeugpreis fällig. Bei der Einfuhr nach Österreich kann noch 10 % Zoll (bei Import aus Drittland), 20 % Einfuhrumsatzsteuer (bei Neuwagen) sowie die Normverbrauchsabgabe (NoVA) hinzu kommen.

Klassischer Fehler bei Neuwagen (also weniger als 6.000 km Laufleistung und jünger als 6 Monate): Der Käufer zahlt an den Händler die MwSt. und vergisst:

„Wenn man ein Neufahrzeug von einem EU-Händler kauft, dann fällt keine Mehrwertsteuer an. Stattdessen zahlt man in Österreich die Erwerbssteuer (20 %). Anders ist es bei Gebrauchtwagen, hier zahlt man die Mehrwertsteuer direkt an den ausländischen Händler.“ – NoVA, Steuer und Co. – So funktioniert der Auto Import nach Österreich

Die Folge ist, dass der Käufer dann in Österreich noch mal die MwSt. zahlen muss. Wenn es mit dem Händler da keine Regelung gibt, bleibt man selbst auf den Kosten sitzen und das ist natürlich sehr ärgerlich.

Das waren sie. Die in unseren Augen, 10 größten Fehler beim Auto-Import. Wenn du unsere Tipps beachtest und dazu noch den Grundlagenartikel „NoVA, Steuer und Co. – So funktioniert der Auto Import nach Österreich“ gelesen hast, dann bist du viel weiter als alle anderen.

Im Zweifel kann man natürlich gleich Micardo beauftragen und von unserem Rundum-Sorglos-Paket profitieren. Der Auto Import ist und bleibt ein Expertenthema, das man nicht unterschätzen sollte.

Erfahre mehr über unser Rundum-Sorglos-Paket!

Noch besser Autos vergleichen und schneller entscheiden

Noch besser Autos vergleichen und schneller entscheiden

micardo unterstützt Gebrauchtwagensuchende in Österreich und kombiniert gewieft die ständig intelligenter werdenden Algorithmen einer Onlineplattform mit persönlichem Experten-Know-how samt starkem Netzwerk. Im Kern geht es dabei immer nur um eines: Die bestimmte Type eines Gebrauchtwagens soll mit der gewünschten Ausstattung und zum bestmöglichsten Preis gefunden und bei Bedarf bis vor die Kunden-Haustüre geliefert werden. micardo-Nutzerinnen und Nutzer dürfen sich aktuell über einige sehr praktische Funktionen freuen. Darunter die übersichtliche Top-3-Auswahl, der personalisierte Hautür-Preis und ein bequemer „bei-micardo-anfragen“-Button sowie diverse Verbreitungsfunktionen.

Entscheidung treffen leicht gemacht

Die Top-3-Fahrzeug-Auswahl präsentiert die engere Wahl der anvisierten Gebrauchten sehr übersichtlich und obendrein auch sexy am Smartphone. Das mehrmalige Scrollen entfällt und die Fahrzeuge können auch auf mobilen Screens gut miteinander verglichen werden. Die erweiterte Kalkulation zeigt bereits den Haustür-Preis. „Wir haben die Kalkulation erweitert und können den Kundinnen und Kunden mit dem Haustür-Preis einen noch umfassenderen Kostenvergleich bieten“, schwärmt Florian König, einer der drei Gründer und Geschäftsführer von micardo. Bisher deckte der Vollkostenvergleich zwar alle Importkosten ab, bei einer Lieferung nach Hause kam es durch Ankaufstest, den streckenabhängigen Transportkosten, Behördenwege und Übernahme der Gesamtabwicklung allerdings immer wieder zu Budgetüberschreitungen. Einzigartig in der neuen Ansicht ist neben der transparenten Kostenaufschlüsselung, laut Florian König die einfache Verbreitungsfunktion der persönlichen Fahrzeugauswahl per Link, E-Mail, WhatsApp oder Facebook. Über die persönliche Anfragemöglichkeit, kann „als Serviceleistung unser Expertenfeedback zur Top-3-Auswahl eingeholt werden.“

Einfach und schnell Autos vergleichen

Persönliches Expertenfeedback auf Knopfdruck

Dass das Expertenfeedback gut ankommt, zeigt die Praxis. Der derzeit kostenlose Service unterstützt Kundinnen und Kunden bei der Entscheidungsfindung. „Autosuchende müssen keine Angst haben, dass etwas zu bezahlen ist, sondern erhalten einen kostenlosen und unverbindlichen Inserat-Check“, erzählt Co-Gründer Stefan Fedl. Beim Inserat-Check stehen Fragen zur Seriosität der Händler ebenso an der Tagesordnung, wie die Frage zur Vollständigkeit der erwünschten Ausstattung. Zusätzlich überprüft micardo das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Service, der sich lohnt, meint Stefan Fedl: „Ein Erstkontakt mit den potenziellen Kunden schafft Vertrauen in unser Know-how und unsere Leistung. Viele lassen den Import dann gleich über uns abwickeln.“

Frag‘ die micardo-Spezialisten

Gebrauchtwagenimport am laufenden Band

Als Profi weiß micardo nicht nur, wohin die Reise geht, sondern auch mit wem. Co-Gründer Patrick Schwarzenberger über die Auswahl der Logistik-Partner: „Wir sind ein serviceorientiertes Unternehmen. Bei der Wahl der Logistik-Partner achten wir, genauso wie in allen anderen Bereichen darauf, dass diese zu uns passen.“ micardo verfügt in Österreich, Deutschland, Niederlande sowie in Teilen von Italien und Luxemburg bereits über ein starkes Netzwerk an Sachverständigen, die bei Bedarf Ankaufstests vornehmen und bei der Gebrauchtwagensuche unterstützen. Kontakte werden täglich mehr. „Wir bekommen Anfragen aus allen Richtungen. Auch Händler wollen sich zunehmend stärker mit uns vernetzen und unsere Services nutzen“, erzählt Patrick Schwarzenberger und verrät, „bereits im Herbst werden wir wieder spannende Funktionserweiterungen vorstellen dürfen.“

Haustür-Transport

Sinnvoller Kauf eines Elektro-Autos

Sinnvoller Kauf eines Elektro-Autos

Elektroautos sind nicht zuletzt durch den Diesel-Skandal der neue Megatrend am Fahrzeugmarkt. Intelligent, sauber und leise – Begriffe, die man für sein persönliches Image beanspruchen will, wenn man die Zukunft in die Gegenwart holt und das nächste Auto als E-Variante kauft. Grundsätzlich ist dem nichts Schlechtes hinzuzufügen, trotzdem ist die Anschaffung eines E-Fahrzeugs nur unter bestimmten Bedingungen sinnvoll. Wir haben sie für euch zusammengetragen.

 

Die angegebene Reichweite eines Elektroautos variiert stark von Hersteller zu Hersteller, und ist nur ein frommer Wunsch derselben. Die reale Reichweite liegt meist weit unter der vom Hersteller angepriesenen Spitzen-Reichweite. Gründe hierfür sind äußere Einflussfaktoren wie Hitze (Beanspruchung der Klimaanlage), Kälte (zusätzlicher Energiebedarf fürs Heizen) sowie das eigene Fahrverhalten („Gasfuß“).

 

Aufgrund der vielfach noch geringen Reichweite sollte der Nutzer die Vorteile des CO2-freien Fahrens weiterhin im Stadtgebiet nutzen, da hier die Dichte an Ladesäulen weit höher als im ländlichen Gebiet ist. Eine Lademöglichkeit direkt am Arbeitsplatz ist natürlich großartig, da man hier sein Auto einfach und bequem während der Arbeitszeit aufladen kann.

 

Neigt sich die Tanknadel zum Ende hin, Blinker raus, Tankklappe auf, Tankstutzen rein und los geht’s. Spätestens nach 5 Minuten (je nach Größe des Kraftstoffbehälters) ist der Tank wieder randvoll mit Sprit gefüllt und man kann weiterfahren. Auf diesen Luxus muss man bei einem Stromer (vorerst) verzichten. Ist der Akku leer braucht es mehr Zeit, als ein paar Minuten an der Zapfsäule. Ein paar Stunden Zeit sollte man sich schon nehmen, auch wenn Schnell-Ladestation in 30min eine Ladung von 80% garantieren.

 

Mittlerweile gibt es von fast jedem Autohersteller mindestens eine voll elektrifizierte Fahrzeugvariante in der Modellpalette. Zwar spiegelt der Verkaufspreis der Händler die real für den Autobauer entstandenen Kosten nicht wider, dennoch ist der preisliche Unterschied zum konventionellen Pendant nicht unerheblich. Grund hierfür sind die Batterien selbst, auf die 20-30% der Kosten entfallen. Günstige Fahrzeuge gibt es zwar bereits ab ~16.000 €, bei denen man jedoch Abstriche hinsichtlich Komfort und Ausstattung machen muss.

 

Die Anschaffung eines Elektroautos sollte gut überlegt sein, und ist stark abhängig von der geplanten Nutzung des Autos (Kurzstrecken, Langstrecken, Häufigkeit etc.). Gerade für kurze Strecken im städtischen Raum ist das Elektroauto bereits heute eine sehr gute Alternative zu den traditionellen Antriebstechnologien.

Möchtest auch du intelligent, sauber und leise durch den Straßenverkehr düsen? Dann findest du hier garantiert dein passendes Elektroauto. Gerade bei Elektrofahrzeugen ist der Kauf aus Deutschland sinnvoll, da man hier eine viel größere Auswahl hat, und keine NoVA zahlen muss.

Freundliche Grüße,

Patrick von micardo