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Leasing ist für viele die Möglichkeit ein aktuelles, repräsentatives Auto zu fahren, ohne gleich alle Kosten vorzustrecken. Genau wie bei der Autofinanzierung zahlt man für das Auto-Leasing eine monatliche Rate. Im Gegensatz zur Finanzierung kauft man das Fahrzeug aber nicht, sondern man mietet es nur unter bestimmten Konditionen. Anschließend gibt es zwar die Möglichkeit das Fahrzeug zu kaufen, aber das ist nicht notwendig.

Doch beim Auto-Leasing gibt es viele Fallstricke. Auch wenn die Leasingrate attraktiv aussieht, heißt das nicht gleich, dass man ein gutes Angebot erwischt.

Wir von micardo haben vor Kurzem neue Funktion zur Filterung von Auto-Leasingangeboten eingespielt und auch ich habe vor einigen Wochen einen Leasingvertrag für einen Seat Leon unterschrieben, weil ich ein repräsentatives und wartungsarmes Fahrzeug haben wollte.

Aus aktuellem Anlass schreibe ich daher diesen Artikel, indem es darum gehen soll, was es beim Auto-Leasing zu beachten gibt. Zur Hilfe habe ich mir den Leasing-Experten Walter Rimpl dazu geholt, der mit seiner Firma Checkleasing.at jährlich über 1000 Leasingnehmer berät, Vergleiche durchführt und Leasingverträge vermittelt. Er weiß genau, worauf es beim Leasing ankommt, worauf man achten muss und wie man sparen kann.

Walter Rimpl – Checkleasing.at

Warum Leasing?

Fahrzeuge und besonders Autos sind Gebrauchsgegenstände. Bei guter Behandlung hält jeder Gegenstand länger, aber ein Auto nutzt sich mit der Zeit ab. Ich denke da, sind sich alle einig. Wenn man ein vernünftiges Auto haben möchte, dann steht dem eigentlich Nichts im Wege. Es muss nur die Finanzierung geklärt werden. Hier hat man folgende Möglichkeiten:

  1. Fahrzeug mit Eigenkapital zahlen
  2. Fahrzeug mit Kredit finanzieren
  3. Auto leasen

Das gilt sowohl für Neuwagen als auch für Gebrauchtwagen. Die meisten von uns haben keine 20.000 – 50.000 € für vernünftiges Fahrzeug zur Hand und einen Gebrauchtwagen kaufen nur um sich mit Wartung und Reparatur herumzuärgern ist auch nicht ideal.

Dazu kommt noch das es für Gewerbetreibende Vorteile hat, wenn man ein Auto kauft. Egal ob Leasing oder Finanzierung, das Fahrzeug produziert Kosten, die man steuerlich geltend machen kann.

Für mich als Selbstständiger war klar – ich möchte ein repräsentatives Fahrzeug, das mir wenig Probleme bereitet. Zusätzlich dazu einen Rundum-Service, falls doch was am Fahrzeug zu reparieren ist. Die Leasingrate kann ich von der Steuer absetzen und so meinen Gewinn schmälern. Ein Kauf mit eigenem Kapital reißt ein großes Loch in die Unternehmensbilanz und die Abschreibung ist etwas komplizierter.

Ich und mein Seat.

Ich finde Leasing ideal für finanzbewusste Menschen, die wissen, dass man nicht immer alles sofort besitzen muss, um es zu benutzen.

Das erste Angebot ist nicht immer das Beste

Eines sollte jeder wissen: Der erste Preis ist nicht der Beste. Walter erzählte mir, dass Kunden immer wieder zum erstbesten Angebot greifen, einfach weil die Konditionen passen. Günstig ist nicht immer gleich gut. Ich hatte mir schon vorab ein Fahrzeug ausgesucht und dafür verschiedene Angebote rausgesucht. Letztendlich habe ich mich für ein Angebot von einem Händler in meiner Nähe entschieden.

„Man sollte immer mehrere Angebote einholen und vergleichen. Das erste Angebot ist nicht immer das Beste!“ – Walter Rimpl, Checkleasing

Ein Leasingangebot wird meist beim Händler eingeholt. Entweder direkt vor Ort beim Autohaus, wo der Service natürlich im Durchschnitt sehr gut ist, oder natürlich auch im Internet bei Websites wie micardo.com. Auf unserer Plattform gibt es ab sofort die Möglichkeit ein Leasingangebot zu einzuholen.

Allerdings sei gesagt, dass das Autohaus natürlich auch Geld verdienen möchte und so möglicherweise das Vertrauen des Kunden zu seinen Gunsten nutzt. Lass dich nicht nur von der niedrigen Leasingrate blenden, wichtig sind auch die anderen Aspekte des Vertrags.

Vor der Unterschrift sollte man einen Blick auf Abschlussrate bzw. auf den erwarteten Restwert sowie zusätzliche monatliche oder jährliche Kosten, wie z. B. ein Servicepaket legen. Addiert man alle Kosten zusammen und teilt sie durch die Vertragslaufzeit, ermittelt man schnell die tatsächlichen monatlichen Kosten und man kann für sich selbst prüfen, ob das Angebot ins Budget passt.

Kann ich mir das Fahrzeug leisten?

Wenn man entsprechende Angebote vorliegen hat, dann sollte man auf jeden Fall ein paar Tage darüber nachdenken, ob der Leasingvertrag ins Budget passt und ob man wirklich über die gesamte Laufzeit die Rate aufbringen kann.

„Beim Leasing hat man genau so wie bei anderen Verträgen eine Zahlungsverpflichtung. Raten sind nicht aussetzbar. Zahlt man nicht, geht es in die Mahnrunde. Im schlimmsten Fall muss das Fahrzeug zurückgegeben werden.“ – Walter Rimpl, Checkleasing

Falls der Vertrag abgebrochen wird, muss das Fahrzeug zurück zum Händler und wird weiter vermarktet. Die noch offenen Raten plus der Restwert des Leasingvertrages werden dann mit dem Verkaufserlös des Fahrzeugs verrechnet und man bekommt entsprechend eine Gutschrift, die dann hoffentlich die noch offenen Positionen tilgt. Falls nicht, muss man nachzahlen.

Restwert genau betrachten

Nach Ende der Vertragslaufzeit, im Normalfall 24 – 60 Monate, ist der Restwert fällig oder das Fahrzeug wird zurückgegeben. Geht das Fahrzeug in den eigenen Besitz über, wird der vorher vertraglich festgelegte Restwert fällig. Bei der Rückgabe wird das Fahrzeug geprüft und der Verkehrswert wird ermittelt. Entspricht der Verkehrswert des Fahrzeugs nicht dem kalkulierten Restwert im ursprünglichen Leasingvertrag, muss der Kunde nachzahlen.

Walter erzählte mir, dass viele Händler den Restwert des Fahrzeugs zu hoch ansetzen. Gerade bei Elektroautos sei Vorsicht geboten, denn es gibt noch nicht genug Erfahrungswerte zur Vermarktung von Fahrzeugen aus 2. oder 3. Hand.

Als Kunde haftet man für einen Mindererlös. Der Restwert sollte also realistisch und bezahlbar sein. Also Listenpreis checken, Preise für Gebrauchtwagen vergleichen und stets sorgsam mit dem Fahrzeug umgehen.

Service & Werkstattbindung

Viele Leasingnehmer bedenken nicht die Kosten die neben der Leasingrate anfallen. Versicherungen, Steuer und Wartung sind wiederkehrende Kosten, die in die innerliche Kalkulation mit einfließen sollten.

Speziell in Sachen Wartung verfassen einige Händler Klauseln die dazu führen, dass das Leasingfahrzeug nur in der hauseigenen Werkstatt repariert bzw. gewartet werden darf. Eine Vertragswerkstatt ist meist teurer als eine freie Werkstatt. Bedenke auch das in deiner Kalkulation.

Mir war es besonders wichtig, einen Vertrag abzuschließen, der mir Zeit spart. Daher habe ich mich für ein etwas teureres All-In-One-Paket entschieden, indem auch Wartungs- und Reparaturkosten bei einer Vertragswerkstatt enthalten sind. Wenn ich ein Problem mit dem Fahrzeug habe, bringe ich es zur Vertragswerkstatt, erhalte einen Leihwagen und mein Tagesgeschäft kann weitergehen. Wenn dir der Service das Geld wert ist, dann ist eine Werkstattbindung kein Problem.

Was passiert bei Schäden?

Es ist schön, wenn nichts passiert, aber es ist noch schöner, wenn was passiert und man abgesichert ist. Vollkaskoversicherung gehört zum Pflichtprogramm. Doch man sollte auch die Muse besitzen und selbst kleine Schäden bei der Versicherung anzeigen. Ansonsten bleibt man auf den Kosten sitzen und das ist ärgerlich.

Selbst bei der Rückgabe des Fahrzeugs kann die Versicherung noch weiterhelfen. Falls ein Schaden den Restwert des Fahrzeugs mindert, kann man versuchen, den Fall über die Versicherung zu regeln.

In allen Fällen sei aber gesagt – man haftet selbst für etwaige Schäden. Also besser Vorsicht im täglichen Betrieb und sollte es doch zum Schaden kommen, nicht das Engagement verlieren!

Ein wichtiger Faktor: Laufleistung

Wie viel fährst du im Jahr? Gute Frage oder? Ein wichtiger Bestandteil einer Leasingofferte ist angegebene Laufleistung in Kilometer. Das fängt so bei 10.000 km pro Jahr an und geht bis weit nach oben. Allerdings nur, wenn du planst, das Fahrzeug zurückzugeben. Willst du das Fahrzeug nach der Laufzeit sowieso übernehmen, dann ist die Laufleistung völlig uninteressant.

Ich möchte mein Fahrzeug bei Ende der Vertragslaufzeit zurückgeben und habe daher in meinem Leasingvertrag eine jährliche Laufleistung von 15.000 km mit einer Toleranz von 2.500 km ausgehandelt. Wie komme ich auf diesen Wert? Ich habe für mich die Laufleistung anhand meiner bisherigen Fahrzeuge errechnet. Außerdem habe ich mir die Laufleistung pro Tag runter gerechnet und sollte so also mit 15.000 km pro Jahr gut zurechtkommen. Das sind ca. 40 km am Tag. Da ich das Fahrzeug aber nicht täglich nutze, sollte das ausreichend sein.

Wenn man das Fahrzeug zurückgibt, muss man je nach Vertragsmodel für Mehrkilometer draufzahlen. Die Preise liegen hier zwischen 0,03 und 0,20 € pro Kilometer. Einige Verträge vergüten auch übrig gebliebene Kilometer mit 0,01 bis 0,10 € pro Kilometer. Beim klassischen Finanzierungsleasing kommt ein Nachverrechnen von KM eher nicht vor. Der Kunde muss den Restwert bezahlen, dann ist alles gut. Dabei kann der Kunde auch XY Kilometer gefahren sein. Die Schuld ist mit dem Bezahlen des Restwertes getilgt und der Vertrag ist beendet.

Niemals sofort unterschreiben!

Auch wenn die Leasingrate mit 50 – 500 € monatlich attraktiv aussieht, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man ein Fahrzeug kauft das 15.000 – 50.000 € kostet. Selbst ein Rabatt von 20 € ergibt über eine Laufzeit von 48 Monaten insgesamt 960 € Rabatt. Davon kann man schön in den Urlaub fahren oder sich neue Reifen und Felgen leisten. Walter und ich können es nicht oft genug betonen. Vergleichen! Vergleichen! Vergleichen! Schau dir unsere micardo Suche an, denn wir haben Angebote von allen gängigen europäischen Autoportalen und zeigen diese gesammelt auf unserer Plattform an.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

Ein kleiner Rückblick auf das Gelernte.

1) Ist Leasing das Richtige für mich?
Frage dich selbst, ob du die Investition tätigen willst und ob Leasing als Finanzierungsmodell für dich passt.

2) Vergleichen. Vergleichen. Vergleichen.
Wähle deine Wunschfahrzeuge aus und hole min. 3 Angebote ein und frage auch Freunde und Bekannte. Ziehe einen Experten wie micardo oder Walter von Checkleasing hinzu.

3) Nicht nur auf die Leasingrate schauen
Die Leasingrate ist im Grunde nur ein runter gebrochener Preis. Addiere alle Kosten und teile das Ergebnis durch die Vertragslaufzeit. So erhältst du eine Vorstellung davon, was dich das Fahrzeug tatsächlich kostet.

4) Steuervergünstigungen prüfen
Bespreche mit deinem Steuerberater ob und wie du die Leasingrate und alle Extrakosten absetzen kannst.

5) Vertrag genau anschauen
Eine professionelle Meinung ist immer gut. Walter von Checkleasing steht immer gern mit seinem Wissen zur Seite. Er erkennt sofort ein gutes Angebot und bring sehr viel Know-how in jedes Gespräch.
Hole dir auf jeden Fall Rat von jemandem der Ahnung hat und unterschreibe nichts, was du nicht verstehst.

6) Restwert-Check
Der geschätzte Restwert ist ein häufiger Streitpunkt. Vergleiche Preise für ähnliche Fahrzeuge und beobachte den Markt. Speziell bei Elektrofahrzeugen ist noch unklar, ob geschätzte Restwerte realistisch oder unerreichbar sind.

7) Laufleistung prüfen
Mache dir Gedanken darüber ob du das Auto nach der Laufzeit kaufen möchtest. Ansonsten kalkuliere deine jährliche Kilometerleistung. Mehrkilometer kosten extra, zu wenig gefahrene Kilometer werden nicht immer vergütet.

8) Versicherungsvergleich
Auch hier ist das erste Angebot nicht immer das beste. Vergleiche Angebot für eine Vollkaskoversicherung und bedenke die Versicherungsprämie in deiner Kalkulation.

9) Eine Nacht drüber schlafen
Bei großen Entscheidungen lohnt es sich, ein paar Stunden oder Tage Abstand zu nehmen. Beim Autohaus ist man beeindruckt vom Fahrzeug und kauft mit einer „will haben“ Einstellung. Finanzielle Entscheidungen trifft man besten unabhängig von Gefühlen.

10) micardo Vergleichsportal nutzen
Auf micardo.com hast du die Möglichkeit, alle gängigen Portale auf einmal zu durchsuchen. Unser Rundum-Sorglos-Paket bietet dir optimalen Service ohne versteckte Kosten. Wir beraten unabhängig und ehrlich. Schau mal rein, vielleicht findest du heute noch deinen Traumwagen!

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