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Europa ohne Grenzen, das gilt auch für den Automarkt. Wer genau hinschaut, der kann beim Autokauf eine Menge Geld sparen, denn obwohl die Regeln in Sachen Autokauf und Zulassung von Land zu Land unterschiedlich sind, stehen in den Autohäusern Europas die gleichen Fahrzeuge. Verschiedene Mehrwertsteuersätze, Zulassungsgebühren und andere länderspezifische Besonderheiten zwingen Autohersteller dazu, die Verkaufspreise der jeweiligen Länder anzupassen, um auch im Ausland attraktiv zu sein.

Glück für uns, denn wir können durch diesen bürokratischen Wahnsinn beim Autokauf bares Geld sparen – egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen. So wird ein Fahrzeug z. B. in Deutschland hergestellt und für 19.999 € angeboten. In Frankreich aber steht das exakt gleiche Fahrzeug beim Händler für 16.999 €. Solche Preisunterschiede sind in der EU völlig normal. Die Wenigsten wissen davon und trauen sich nicht, den Import selbst anzugehen.

Da der Import eines Fahrzeugs aus dem EU Ausland nach Österreich doch etwas aufwendig und kompliziert ist, meiden viele Kunden die Prozedur und kaufen lieber in Österreich, oder greifen auf einen Import Händler, wie z.B. uns von micardo.com, zurück. Solche Händler sind auf diese Art von Autohandel spezialisiert und nehmen einem eine Menge Arbeit ab.

Wie genau der Import nach Österreich funktioniert und was man dabei beachten muss, erfährst du im folgenden Artikel.

EU Import nach Österreich im Überblick

Der Import eines Fahrzeugs aus dem EU Ausland nach Österreich lässt sich in ein paar Schritten erklären. Grundsätzlich ist die Prozedur immer die gleiche. Es gibt also keine großartigen Besonderheiten pro Land. Deshalb gibt es ja die EU, damit es möglichst gleiche Spielregeln für alle gibt. Wer jedoch außerhalb der EU ein Fahrzeug erwirbt, der hat noch ein paar besondere Regeln zu beachten. Aber keine Angst, auch darüber schreiben wir hier.

1. Fahrzeugsuche und Kostenberechnung

Im Vordergrund steht zunächst die Frage, welches Fahrzeug interessant ist und wo man den besten Preis dafür findet. Auf gängigen Portalen wie:

findet man nicht immer Fahrzeuge aus dem EU-Ausland. Nur www.autoscout24.at, www.autouncle.at und wir von micardo.com bieten eine europaweite Suchmaske. Anders als bei den anderen Plattformen werden dir auf micardo.com bereits alle notwendigen Kosten für den Auto Import vollautomatisch angezeigt.  Zusätzlich zu den Anschaffungskosten für das Fahrzeug selbst, muss man noch folgende Punkte auf der Ausgabenliste beachten.

Gutachter vor Ort:
Ein Gutachter vor Ort ist dringend zu empfehlen. Nichts ist schlimmer als eine lange Reise anzutreten, nur um dem vermeintlichen Wunschfahrzeug gegenüberzustehen und zu merken, dass man betrogen wurde.

NoVA:
Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) wird bei einer erstmaligen Zulassung eines Neu- oder Gebrauchtwagens in Österreich fällig. Der Betrag variiert je nach Alter und Modell des Fahrzeugs. Eine Berechnung der Nova bekommt man z.B. beim nova-rechner.at.

Mehrwertsteuer:
Wenn man ein Neufahrzeug von einem EU-Händler kauft, dann fällt keine Mehrwertsteuer an. Stattdessen zahlt man in Österreich die Erwerbssteuer (20 %). Anders ist es bei Gebrauchtwagen, hier zahlt man die Mehrwertsteuer direkt an den ausländischen Händler.

Kauft man ein Fahrzeug außerhalb der EU, dann wird auf jeden Fall die MwSt. fällig. Egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen.

Der Gesetzgeber schreibt vor, wann ein Fahrzeug als Neuwagen zu behandeln ist. Um als Neuwagen durchzugehen, muss das Fahrzeug jünger als 6 Monate sein oder weniger als 6.000 km Laufleistung haben, dann ist das Fahrzeug laut Gesetz ein Neuwagen.

Einfuhrumsatzsteuer:
Wenn man ein Fahrzeug außerhalb der EU kauft, dann ist die steuer- und zollrechtliche Behandlung etwas anders. Beim Kauf außerhalb der EU fällt die Einfuhrumsatzsteuer (20 %) an.

Zoll:
Auch nur interessant für Fahrzeuge außerhalb der EU. Sobald man ein Fahrzeug in die EU einführt, wird der Zoll (10 %) fällig, wenn das Auto nicht über ein „EUR1-Dokument“ verfügt.

Überstellungskennzeichen:
Damit man das Fahrzeug vom Kaufort nach Österreich fahren kann, benötigt man ein Überstellungskennzeichen/Überführungskennzeichen. Die Kosten dafür sind unterschiedlich je nach Land und Kennzeichentyp. Das Überstellungskennzeichen fällt natürlich weg, wenn man das Fahrzeug mit einem Anhänger oder LKW transportiert.

Genehmigungsdatenbank:
Damit man das Fahrzeug in Österreich fahren darf, muss man das Fahrzeug in die Genehmigungsdatenbank eintragen. Die Kosten hierbei liegen bei ca. 180 €.

§57a-Gutachten:
Wenn für das Fahrzeug ein Pickerl fällig wäre, benötigt man vor Zulassung ein §57a-Gutachten bzw. im Ausland das Äquivalent, samt Übersetzung. Das §57a-Gutachten ist sozusagen eine technische Untersuchung des Fahrzeugs.

2. Kontakt aufnehmen und Dokumente anfordern

Ist das Wunschfahrzeug gefunden, sollte man Kontakt aufnehmen und folgende Dokumente anfordern:

  • detaillierte Bilder des Fahrzeugs
  • technische Daten des Fahrzeugs (z.B. COC-Papier)
  • aktuelles KFZ-Gutachten durch unabhängige Stelle und Mängelliste

Bestenfalls liegt auch eine EU-weite Betriebserlaubnis bei. Ansonsten ist eine Einzelgenehmigung in Österreich erforderlich, die natürlich wieder mit Kosten verbunden ist.

3. Gutachten einholen

Wenn alles so weit in Ordnung ist und noch Interesse besteht, dann empfiehlt es sich, ein eigenes Gutachten durch eine unabhängige Stelle einzuholen. So erlebt man bei der persönlichen Besichtigung vor Ort keine bösen Überraschungen und ist auf der sicheren Seite.

Ein unabhängiges Gutachten von einem KFZ-Meister oder einem Sachverständigen kann einfach über micardo.com bestellt werden. Eine Empfehlung des Verkäufers ist natürlich mit Vorsicht zu genießen.

4. Fahrzeug vor Ort ansehen und kaufen

Ist das Gutachten der unabhängigen Stelle positiv ausgefallen, kann man einen Übergabetermin ausmachen. Mit dem Zug oder Flugzeug reist man dann zum Verkäufer und nimmt es selbst noch mal genau unter die Lupe. Natürlich kann das Auto auch bis vor die eigene Haustüre geliefert werden.

Ist alles wie versprochen, dann geben wir grünes Licht für den Kauf. Man sollte sich auf jeden Fall folgende Unterlagen geben lassen:

Kaufvertrag und saldierte Rechnung:
Entweder man bekommt einen Kaufvertrag oder eine saldierte Rechnung, also eine Rechnung inkl. Ausweisung der MwSt. (Nicht-EU-Kauf) oder dem Hinweis auf die Differenzbesteuerung (EU-Kauf).

Fahrzeugpapiere:
Zu den Fahrzeugpapieren gehört natürlich der ausländische Typenschein oder die ausländische Zulassungsbescheinigung (manchmal 2 teilig) sowie die EWG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier). Das sind die wichtigsten Dokumente für den Auto Import nach Österreich. Falls diese Dokumente nicht vorhanden sind, dann muss eine Einzelgenehmigung durchgeführt werden, die natürlich wieder, wie oben beschrieben, mit weiteren Kosten verbunden ist.

Zusätzlich dazu sollte natürlich auch das Fahrzeughandbuch und alle weiteren Dokumente, die man normalerweise vom Autohaus erhält, dabei sein.

Technische Untersuchung:
Ein positives Ergebnis der technischen Untersuchung eines Gutachters sollte beim Kauf nicht fehlen.

Tipp – Beim Kauf von Privat:
Eine Beglaubigung des Kaufvertrags von einem Notar oder eines Gerichts ist empfehlenswert. Diese ist jedoch nicht vorgeschrieben, kann aber bei Zweifel an der Echtheit des Kaufvertrags hilfreich sein und muss auf Verlangen der Zulassungsstelle vorgezeigt werden.

5. Überstellung nach Österreich

Bevor man das Fahrzeug wirklich kauft, sollte man schon wissen, ob man das Fahrzeug auf einem LKW (oder Anhänger) nach Österreich transportieren möchte oder ob man das Fahrzeug selbst fahren möchte. Falls man selbst fährt, braucht man natürlich ein Kennzeichen.

Ein Überführungskennzeichen lässt sich vor Ort recht schnell organisieren. In Deutschland funktioniert das z. B. so:

Zuerst schließt man, bestenfalls online, eine entsprechende Kurzzeitversicherung ab, man erhält dann innerhalb weniger Minuten via SMS oder E-Mail eine eVB-Nr. Mit der von der Versicherung bereitgestellten eVB-Nr. geht man dann zur örtlichen Zulassungsstelle. Die Zulassungsstelle erstellt direkt vor Ort das Kennzeichen welches in Deutschland für 5 Tage gültig ist. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 100 €. Der Verkäufer wird sicher bei der Beschaffung des Kennzeichens behilflich sein. Unbedingt darauf achten, dass man auch eine grüne Karte dazubekommt, denn nur dann gilt das Kurzzeitkennzeichen in der ganzen EU!

6. Zoll

Wer ein Fahrzeug aus der EU kauft, der hat es etwas leichter, denn alle zollrechtlichen Formalitäten und Zollabgaben, die man normalerweise zu leisten hat, fallen weg.

Beim Import eines Fahrzeugs außerhalb der EU sieht das etwas anders aus. Man fährt nun mit dem Kurzzeitkennzeichen Richtung Österreich. Sobald man die Grenze des Landes, in dem man das Fahrzeug gekauft hat, erreicht, muss man sich die Ausfuhrerklärung an der Grenze bestätigen lassen, somit kann die eventuell bezahlte Mehrwertsteuer vom Händler refundiert werden. Außerdem muss man den bestenfalls beglaubigten Kaufvertrag oder die saldierte Rechnung vorlegen. Dann muss man noch einen Nachweis über den bezahlten Kaufpreis für die Berechnung des Zolls vorlegen. Falls man das Fahrzeug geschenkt bekommen hat, wird der Wert geschätzt.

Hat man das geschafft, ist man noch nicht ganz fertig. Weiter geht es an der ersten EU-Grenze mit den schriftlichen Grenzformalitäten. Hier sollte man sich über die Öffnungszeiten informieren, denn taucht man außerhalb dieser auf, fallen zusätzliche Gebühren für die Bearbeitung an.

An der EU-Grenze muss man dann:

  • Einfuhr anmelden
  • beglaubigten Kaufvertrag oder saldierte Rechnung vorlegen
  • Zollabgabe leisten (10 % vom Wert inkl. Lieferkosten bis zur EU-Außengrenze), wenn kein EUR1-Dokument vorliegt
  • Einfuhrumsatzsteuer (20 % vom Wert inkl. Lieferkosten bis zur EU-Außengrenze)
  • Verzollungsbestätigung ausstellen lassen

Dann geht es weiter mit der Fahrt nach Österreich.

7. Eintragung in die Genehmigungsdatenbank

Zu Hause angekommen geht es weiter mit dem Papierkram. Damit das Fahrzeug in Österreich zugelassen werden kann, muss es in die sogenannte Genehmigungsdatenbank eingetragen werden. Falls eine EU-Betriebserlaubnis vorhanden ist, ist die Prozedur recht einfach. Als Nachweis genügt hier die EWG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier), ein Datenauszug, der ausländische Typenschein oder eine ausländische Zulassungsbescheinigung (falls vorhanden: beide Teile). Die Eintragung erfolgt über den Generalimporteur des jeweiligen Fahrzeugs und kostet max. 180 €.

Den Generalimporteur findet man am besten über die Google Suche. Alternativ kann man die Eintragung auch durch die zuständige Landesprüfstelle vornehmen lassen.

Neben den oben genannten Papieren benötigt man bei Fahrzeugen, für die bereits ein Pickerl fällig wäre auch ein positives Prüfgutachten. Falls das Gutachten aus dem Ausland kommt, sollte es übersetzt werden, denn in einigen Fällen, wird ein fremdsprachiges Gutachten nicht akzeptiert; dann muss eine Begutachtung bei einer österreichischen Prüfstelle durchgeführt werden.

Besteht keine EU-Betriebserlaubnis für das Fahrzeug, dann benötigt man eine Einzelgenehmigung von der für den Wohnsitz des Besitzers zuständige Landesprüfstelle. Das Fahrzeug ist dafür vorzuführen und muss den Baujahresvorschriften des österreichischen Kraftfahrrechts bzw. den EU Vorschriften entsprechen.

8. Zahlung der NoVA

Sobald man das Fahrzeug in die Genehmigungsdatenbank eingetragen hat, wird es mit einer Zulassungssperre belegt. Diese wird durch Zahlung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) beim Wohnsitzfinanzamt aufgehoben und erst dann ist die Zulassung möglich.

7. Fahrzeug zulassen

Im letzten Schritt geht man dann wie gewohnt mit den nötigen Unterlagen zu KFZ-Zulassungsstelle und bekommt eine Zulassung inkl. Kennzeichen für das Fahrzeug.

Puh! Ganz schön kompliziert oder? Genau deshalb ist es eine gute Idee, sich auf die Erfahrung eines Auto Import Händlers zu verlassen. Man spart sich eine Menge Zeit und Nerven, da wird der Weg zum Traumauto wesentlich leichter. Wer allerdings das Abenteuer selbst wagen möchte, der hat soeben die passende Anleitung dazu gelesen.

Wir von micardo bieten für den Autokauf im Ausland ein Rundum-Sorglos-Paket. Auf unserer Seite findest du so ziemlich jedes Fahrzeug, das zurzeit online verkauft wird, und erhältst anschließend einen Festpreis für das Fahrzeug sowie Lieferung direkt bis vor die Haustür. Telefon-Check mit dem Verkäufer, Gutachter vor Ort, Garantie und Kaufvertrag, versicherter Transport des Fahrzeugs sowie Behördenwege übernehmen wir für dich. Nach der Lieferung musst du das Fahrzeug nur noch anmelden und losfahren! Klicke hier und finde jetzt deinen Traumwagen!